Musik aus dem Internet
Die Musikindustrie hatte ihre Chance zunächst nicht genutzt, das Internet als Vertriebsplattform einzusetzen. Viele User holten sich Musik aus dem Web, oft nicht auf legaler Basis. Jetzt scheint das Geschäft mit legalen Angeboten zu boomen. Mittlerweile ist das Angebot an Musik-Downloads und Streaming (kein Speichern) unüberschaubar groß geworden.
An Musik “for free” zu kommen, ist relativ einfach:
Kostenloses Herunterladen ermöglichen Websites, die ihre eigentlichen Erlöse aus Werbung generieren. Andererseits verschenken viele Künstler Musik, um bekannt zu werden. Beispielsweise veröffentlichen Musiker ohne Plattenvertrag ihre Musik kostenlos auf purevolume.com. Da ist Suchen angesagt, um Musik für den eigenen Geschmack zu finden.
Bekannt ist das Web-Magazin Tonspion, das Musikhäppchen großer Gruppen und Remixes anbietet. Tonspion, aber auch das Online-Radio Last.fm verweist auf tausende von Labels, Künstler und andere Webseiten, die kostenlose Downloads legal auf ihren Webseiten anbieten.
“Ein absoluter Geheimtipp ist das umfangreiche Live-Musik-Archiv deweymusic.org. Auch hier ist zwar eher die alternativ angehauchte Musikfraktion vertreten, aber unter den mehr als 600.000 Songs finden sich auch einige Konzertmitschnitte von bekannteren Künstlern wie Damien Rice und Death Cab For Cutie”, berichtet online-tarife.de.
Daneben existrieren Angebote, die Musik kostenpflichtig zum Download bereitstellen. Nach Genres geordnet erleichtern sie das Auffinden passender Musiktitel. Auch unbekannte Labels mischen hier mit, wie “play at dawn”. Elektronische Musiktitel werden auf der Webseite zum Anhören publiziert und über verschiedene Musikkanäle weltweit vertrieben.
Die Preise für Musik richten sich u. a. nach der Qualität der Audiodateien, erklärt Musikproduzent Markus Vocke. WAV-Dateien seien in der Regel teurer als MP3-Files mit niedrigerer Qualität.



Ramona Hapke betreut als PR-Managerin